
Philipp Franz von Siebold - Die Tragödie seines Lebens und Japans
Shiboruto von Reginald Grünenberg erscheint 2010 im Perlen Verlag Gebunden, ca. 500 Seiten, mit Karten und Abbildungen
Im Sommer 1816 begegnet der Würzburger Medizinstudent Philipp Franz von Siebold dem mysteriösen Basken Don Mastema. Dieser gibt ihm den Rat, als Naturforscher in den Fernen Osten zu gehen. Nur so könne er als Wissenschaftler zu Ruhm und Ehre gelangen wie sein großes Vorbild, der in ganz Europa bewunderte Alexander von Humboldt. Siebolds Ehrgeiz hat damit ein Ziel bekommen, das er nicht mehr aus den Augen verliert.
Einige Jahre später ist er als holländischer Truppenarzt auf einem Schiff unterwegs nach Batavia (Djakarta), wo er den Auftrag erhält, umgehend nach Japan weiterzureisen. Im August 1823 kommt Siebold in Japan an, wo er Shiboruto genannt wird. Er lebt zuerst auf der winzigen Insel Dejima im Hafen von Nagasaki und erwirbt sich schnell einen Ruf als exzellenter Arzt. Bald hat er fünfzig japanische Studenten und Helfer, die er in westlichen Wissenschaften ausbildet und die ihm bei der Erforschung des Landesinneren zuarbeiten.
Er verliebt sich in das junge Mädchen Otaki Kusomoto. Um ihn heiraten zu dürfen wird sie Kurtisane und nimmt den Namen Sonogi an. Sie bekommen bald eine Tochter, Oine, die später einmal die erste Ärztin in Japan wird. Im Februar 1826 fährt er mit einer Gesandtschaft nach Edo an den Hof des Shogun. Durch Bestechung erhält er vom Hofastronomen Takahashi geheime Landkarten von Japan mit allen Küstenverläufen und Festungen. Zurück in Nagasaki will er sie außer Landes schmuggeln, doch er und Takahashi werden verraten. Es kommt zu Verhaftungen, Selbstmorden und Hinrichtungen. Ihm wird ein großer Prozess gemacht, der das ganze Land erschüttert. Das Urteil lautet ewige Verbannung.
Zurück in Europa widmet er sein Leben der wissenschaftlichen Auswertung seiner Sammlungen. Er importiert auch weiterhin viele japanische Kunsterwerke und Pflanzen nach Europa. Zudem engagiert er sich als Diplomat international für eine friedliche Öffnung Japans. Daran haben die Kolonialmächte jedoch wenig Interesse. Admiral Perry lehnt Siebolds Beteiligung an der entscheidenden amerikanischen Expedition von 1853 ab. Siebold gilt als Spion und Verräter. Nach der Aufhebung des Verbannungsurteils macht Siebold 1859 eine zweite Reise nach Japan. Er wird auch als Berater an den Hof des Shoguns berufen. Doch die Berufsdiplomaten sabotieren seine Bemühungen und er wird zurückberufen nach Europa. 1866 stirbt Siebold verbittert und enttäuscht in München. Erst auf dem Totenbett eröffnet ihm der Teufel, dass er nur eine Figur in einem viel größeren Plan war, der weit über seine Lebenszeit hinausgehen sollte. Woran Siebold mit seinem Ehrgeiz mitgewirkt hatte, das offenbarte sich erst 1945 - in Nagasaki.
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Shiboruto
Prolog Der Pakt der Götter
1. Kapitel Don Mastema 2. Kapitel Java 3. Kapitel Japan 4. Kapitel Nagasaki 5. Kapitel Deshima 6. Kapitel Sonogi 7. Kapitel Narutaki 8. Kapitel Hofreise nach Edo 9. Kapitel Der Prozess 10. Kapitel Rückkehr nach Europa 11. Kapitel Japans Öffnung 12. Kapitel Letzter Versuch 13. Kapitel Die Offenbarung
Epilog Phanuel
Glossarium Dramatis personae Chronologie Land- und Seekarten Japanisches Silbenalphabet
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