
Philipp Franz von Siebold ist eine historische Figur. Der Roman gibt sein Leben weitgehend quellentreu wieder. Auch seine Erlebnisse in Japan und die politischen Ereignisse seiner Zeit sind so beschrieben, wie sie sich ereignet haben. Die religiöse oder mystische Rahmengeschichte und deren Deutung gehört zwar zur Literatur, doch wer die Quellen liest, wird feststellen, wie naheliegend sie für einen Autor als Erklärung dieser ungewöhnlichen Zusammenhänge ist.
Siebold ist in Japan ein Held. Jedes Schulkind kennt ihn. Das ganze Land denkt auch heute noch in Dankbarkeit an den Vater der japanischen Moderne. In Deutschland ist er unbekannt.
Das Verbrechen, das im Roman beschrieben wird, hat er tatsächlich begangen. Die Menschen, die im Roman als Opfer seines Ehrgeizes erscheinen, haben tatsächlich gelitten. Siebold war ein großer Forscher, der in Versuchung geführt wurde und der dieser Versuchung erlegen ist.
Die ursprüngliche Idee zum Roman hatte der Autor schon 1985. Über Jahre hinweg recherchierte er, sammelte Materialien, schrieb Skizzen und erweiterte immer wieder den Plan, blieb aber unzufrieden mit der Gesamtkonstruktion. Erst im Januar 2002 kam die entscheidende Wendung - beim Laufen im Berliner Volkspark Friedrichshain.
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